Malerei
Meine Arbeiten muten auf den ersten Blick an wie Farbfeldmalerei. Bei tieferer Betrachtung sind die Werke aus einzelnen Flächen als abstrakte "Portraits" zu erkennen, als grob aufgelöste Abbilder zwischen Darstellung und Deutung.
Aber trotz ihrer formalen Feinheit lassen die Bilder lediglich zu, Personen als solche zu erkennen, die Gemälde lassen alles unbeantwortet, was hinter dem Code ihrer Farbflächen liegt und verlangen dem Betrachter ab, zu deuten, nahe zu kommen, auf Distanz zu gehen, die Augen zusammenzukneifen und sich am Ende doch mit einem Geheimnis zwischen Abbild und Ahnung abzufinden.
Je mehr Distanz der Betrachter zulässt, je weiter er sich vom Werk entfernt, je weniger erkannt werden kann, umso mehr Raum entsteht für die Deutung der Portraits; fast - so das Gefühl - wird sichtbar, was sich bei naher Betrachtung entzieht. Und auch die Technik der Arbeiten unterstreicht dabei diese Eigenart: Was auf den ersten Blick wie großflächige Drucke anmutet, kann erst bei naher Betrachtung als handgemachte Acrylmalerei erkannt werden. Und so wird das Duett aus Betrachter und Werk am Ende zu einer Parabel der Zwischenmenschlichkeit, für Offensichtliches und Verborgenes, für die Sehnsucht nach dem Erkennen des eigenen Gegenübers und für all die Bemühungen darum.
(Werkverzeichnis mit erhältlichen Originalen sowie aktuellen Preisen auf Anfrage)